Zwei Atome Wasserstoff Ein Atom Sauerstoff
Reines Wasseristeine durchsichtige, geruch-und geschmacklose, elektrisch neutrale Flüssigkeit... und somit offensichtlich langweilig. Langweilig ist Wasser aber nicht! Es besitzt eine Reihe von Eigenschaften, welche diese Flüssigkeit einmalig machen. Beispielsweise ist das Wassermolekül elektrisch zwar neutral, aber die Ladungsverteilung im Molekül ist nicht gleichmäßig, sondern eine Seite ist positiv, die andere negativ geladen. Durch die ungleiche Ladungsverteilung wird infolge wechselseitiger elektrostatischer Anziehung die Ausbildung von Wasserstoffbrückenbindungen zwischen Wassermolekülen ermöglicht. Diese Bindung ist zum Beispiel essentiell für die räumliche Struktur der DNA als Doppelhelix und somit die Grundlage allen Lebens.
- e = 80,18: Wasser besitzt eine der höchsten Dielektrizitätszahlen (e) aller Flüssigkeiten und ist daher eines der besten Lösungsmittel für polare Verbindungen (z. B. Salze). Aber auch Gase werden von Wasser gelöst. Für Lebewesen von besonderer Bedeutung sind der Sauerstoff- und der Kohlendioxidgehalt von Gewässern.
- c = 4,187 J g-' K-': Die Wärmekapazität (c) von Wasser ist 2-3mal so hoch wie die vieler anderer Lösungsmittel, weshalb es Temperaturschwankungen relativ langsam folgt. Beispielsweise wirken Gewässer klimatisch ausgleichend.
- 6= 71,96 • 10-3 N m-': Dass Wasser eine hohe Oberflächenspannung (a, griechisch sigma) besitzt, ist wichtig für die Ausbildung plasmatischer Grenzflächen. Sie ist Ursache für die Kugelform kleiner Tröpfchen, der Kapillarität und der Grund, weshalb sich Wasserläufer auf der „Oberflächenhaut" von Wasser aufhalten können.
- O= 999,97 kg m-3 bei 4°C: Wasser hat sein Dichtemaximum (O, griechisch rho) nicht bei 0°C, sondern bei 4°C; weshalb Eis schwimmt. Daher frieren Gewässer von oben und nicht von unten her zu, was für die Lebensbedingungen von Tieren und Pflanzen in ihnen von entscheidender Bedeutung ist.