Allein im Gosautal bestanden seit dem Mittelalter sechs Klausen. Die „clausn vor dem see in der Gosach" war im 14. Jahrhundert „stet in guetem werdt" (gut erhalten). Als Hauptklause staute sie im Vorderen Gosausee genügend Triftwasser für den Unterlauf. Die Anlage am unteren Ausgang des Talbeckens - die Gegend heißt heute noch „Klaushof" - erschien dagegen 1540 als „erfault und abkommen" und war „", was der Wasserbaumeister Thomas Seeauer auch prompt durchführte. 1538 entstand eine „neue claus im pernbach" (Bärenbach) im Hochkalmberg-Massiv. Zwei kleinere Klausen bestanden auch am Grabenbach unter dem Pass Gschütt: Das damit gestaute Wasser trieb das Holz, das aus den Lammertaler Wäldern mühsam per Wagen und Schlitten auf die Passhöhe gezogen werden musste teils im Bachbett und teils über eine gewaltige Wasserriese um Gosaubach.
An der Stelle der beiden großen Gosauer Klausen stehen heute Kraftwerksmauern. Die Seeklause am Nordende des Hallstätter Sees besteht heute noch, ebenso wie die gemauerte Chinskyklause im Goiserer Weißenbachtal.