Das Dachsteingebirge ist durchlöchert wie ein Schweizerkäse. Über 400 Höhlen sind hier bekannt. Labyrinthartige Gangsysteme mit einer Gesamtlänge von mehreren hundert Kilometern wurden bereits erforscht und jedes Jahr gelingen den Höhlenforschern spektakuläre neue Expeditionen in die ewige Finsternis. Die Bildung dieser unterirdischen Märchenwelt - die Palette reicht vom fingerdicken Spalt bis zum gewaltigen Felsdom - dürfte schon vor 20 oder 30 Millionen Jahren begonnen haben. Während sich das tertiäre Hügelland langsam hob, tieften sich die Täler ein und gruben damit den höher gelegenen Höhlen das Wasser ab.
So liegen z.B. die Dachstein-Eishöhle und die Mammuthöhle schon lange trocken, während in der Koppenbrüller Höhle noch ein unterirdischer Wildbach rauscht. Das zwanzig Minuten von hier entfernte Pulverloch, zu dem die Markierungen weisen, gehört zwar nicht zu den berühmtesten Höhlen im Dachsteingebiet - mit einer Taschenlampe lohnt sich aber dennoch ein kurzer Vorstoß ins Reich der ewigen Finsternis!