Früher war der Ort ab dem ersten Schneefall oft wochenlang von der Aussenwelt abgeschnitten: die Geschichte von Obertraun reicht weit zurück: Lawinen verschütteten die schmalen Steige in der Koppenschlucht und entlang des Sees, der dann meist unter einer trügerischen Eisdecke lag. Trotzdem herrschte in Obertraun schon früh Transitverkehr: Der Saumpfad entlang der Koppentraun ins Ausseer Land war, wie Funde beweisen, schon den Steinzeitmenschen und den Römern bekannt. Später kam auf dieser Route das Eisen vom Erzberg nach Hallstatt - und auch die Kaiserin Elisabeth marschierte dreimal durch die Schlucht. Die hier abzweigende Koppenstrasse ist heute ausgebaut und im Winter geräumt.
Die erste Straße von Obertraun nach Hallstatt entstand erst 1901. Schon die Kelten dürften auf verzweigten, heute z.T. völlig vergessenen Pfaden über die Gjaidalm oder die Landfriedalmen ins Ennstal hinübermarschiert sein. Entlang dieser Wege hat man unzählige Felsritzzeichnungen gefunden, die man bis dato nicht endgültig deuten konnte. Natürlich gelangten in all den Jahrhunderten nicht alle Waren auf legale Weise über den „Stein" und manchmal nutzen sie auch Wilderer für ihr rußgeschwärztes Handwerk.