Ganz anders als im friedlichen Koppenwinkelsee kommt das Karstwasser im oberhalb von hier gelegenen Hagenbach-Ursprung und in den benachbarten Waldquellen ans Tageslicht: Wo in trockenen Zeiten nur bemooste Steinblöcke liegen, stürzen während der Schneeschmelze oder nach starken Regenfällen respektable Wildbäche der nahen Traun entgegen. Man hat den Lauf des Wassers nach 1950 mit Bärlappsporen verfolgt und spürt ihm seit 1980 mit „Tracern" wie fluoreszierenden Farbstoffen, Salzen, radioaktiven Isotopen oder Bakterien nach.
Dabei zeigte sich: Was hier im Koppenwinkel heraussprudelt, verschwindet etwas mehr als drei Tage vorher im Gebiet der Hirzkaralm, einer Senke im Süden des Krippensteins. Wasser, das sich auf der Gjaidalm von der Oberfläche verabschiedet, kommt keine zwanzig Stunden später im Hirschbrunn (bei der Lawinenverbauung an der Straße Obertraun - Hallstatt) wieder ans Tageslicht.