Vom Ort gibt es 4 markierte Wanderwege zu den Schleifsteinbrüchen, von dort führt ein Pfad zum Löckermoos. Er beginnt bei der östlichen Schleifsteinhauerhütte. In etwa 20 min. erreicht man den im Zentrum gelegenen "Löckersee". Wasserfestes Schuhwerk ist empfehlenswert.
Die "Löckern" von dem dieses Hochmoor den Namen hat, sind die Latschen in der Gosauer Mundart. Auf derlehmigen, wasserdurchlässigenAbdeckung der Sandsteinlager ist durch die Staunässe nur Moos (Sphagnummoos) gewachsen. Die unteren Teile des Mooses sind abgestorben, die Spitzen sind weiter gewachsen. Da sich dies über Jahrtausende abgespielt hat, ist ein kuppelfömiges Torflager entstanden. Am Scheitelpunkt wurde dieses Torf im vorigen Jahrhundert abgebaut, und da sich die ausgehobene Mulde mit Wassergefüllt hat, ist der Löckersee entstanden. Viele Gosauer behaupten, daß in diesem See ein drei Meter langer, weißer Wurm lebt, der "Löckerwurm". Es gibt aber nur wenige Menschen, die ihn je zu Gesicht bekommen haben.
Auf dem nassen Moorboden haben sich Heidelbeeren, Preiselbeeren und Latschen angesiedelt. Zusammen bilden sie ein fast undurchdringliches Dikkicht . Im Schutz dieses Dickichtes hat sich in Jahrtausenden ein ganz eigenes Leben entwickelt. Die blaue Saphirlibelle und die Wasserläufer sind die auffälligsten Vertreter der Tierwelt. Sie zeugen dafür, daß hier noch die reine Natur zu finden ist. Bitte nehmen Sie auf den sensiblen Lebensraum besonders Rücksicht. Verlegen Sie Ihren Jausenplatz nicht an diese Stelle und waschen Sie sich auf keinem Fall im Löckersee. Sie würden das empfindliche Biotop stören.