Wandern im Salzkammergut kann man ganz nach Lust und Laune. Egal, ob im Tal oder auf den Bergen – die einzigartige Gebirgslandschaft hat in jeder Lage ihren Reiz. Almmatten, Moore, Seen und steile Berge reichen bis auf 2000 Meter hinauf und eröffnen ein Wandergebiet mit vielen bewirtschafteten Almhütten für die ganze Familie. Das Wanderangebot ist im Salzkammergut so vielfältig wie kaum anderswo in Österreich.
Wer allerdings einfach mal so "losmarschiert" ohne sein Vorhaben durchdacht zu haben, kann schneller als gedacht, in eine unangenehme oder gar gefährliche Situation geraten. Grundsätzlich sollte man beim Wandern seine körperliche Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit nie überschätzen. Das heißt, bereits bei der Planung der Strecke sollte bedacht werden, die Distanz und den Schwierigkeitsgrad der eigenen Leistungsfähigkeit anzupassen. Nachfolgend möchten wir Ihnen einige nützliche Tipps geben, wie Sie sicher und gut vorbereitet auf eine unbeschwerte Wanderung im Salzkammergut gehen.
Beherzigen Sie all diese Punkte, so wird sicherlich Ihr Bergurlaub im Dachsteingebiet zu einem unvergeßlichen Erlebnis werden.
Tragtaschen und ähnliches lassen wir am besten zu Hause. Am Rücken trägt sich alles leichter. Daher empfehlen wir einen Rucksack.
Mitnehmen sollten Sie auf jeden Fall:
Sie brauchen sich nicht zu schämen, wenn Sie einen Wanderstock benützen! Falls vorhanden, Fernglass und Fotokamera (mit genügend Filmmaterieal oder gleich die Digi-Cam) nicht vergessen.
Gerät jemand in Bergnot, so sollte er auch wissen wie er sich zu verhalten hat. Neben geeigneten Erste-Hilfe-Maßnahmen ist es vor allem auch wichtig zu wissen, wie ein Notruf durchgeführt oder das "Alpine Notsignal" abgegeben wird.
Das Handy sollte bei längeren Bergtouren (mehr als einen Tag) grundsätzlich im ausgeschalteten Zustand transportiert werden. Vor allem im alpinen Gelände gibt es immer noch Netzlücken. Ist man mit dem Handy in einer solchen "Lücke" unterwegs, so versucht das Handy stets ein Netz zu erreichen und erhöht aus diesem Grund seine Sendeleistung, was sich negativ auf die Akkulaufzeit auswirkt! Es soll hier aber auch nicht ein Nachteil bei ausgeschaltetem Handy verschwiegen werden: Verunfallt man und ist selbst nicht mehr in der Lage sein Handy einzuschalten, so kann man auch nicht über Handyortung von den Rettungskräften geografisch lokalisiert werden.
Um bei den Nummern 140, 144 und 118 eine Verbindung zu erhalten, ist es wichtig, dass man sich mit dem Handy in Reichweite seines Netzbetreibers oder eines Roamingpartners desselben befindet. Ist dies nicht der Fall, so kann über die eben genannten Nummern kein Notruf abgesetzt werden.
Nur mit der europaweit gültigen Notrufnummer 112 kann auf alle verfügbaren Handy-Netze (also nicht nur auf das Netz des eigenen Netzbetreibers) zugegriffen werden. Sollten sie also scheinbar keine Netzverbindung haben, dann schalten sie ihr Handy aus und geben sie nach dem erneutem Einschalten anstelle des PIN-Codes die 112 ein.