Die Natur spielt in der Region Dachstein-Salzkammergut ganz offensichtlich all ihre Reize aus. Viele Menschen kommen hierher wegen der zahlreichen Kraft- und Glücksplätze, die seit Menschengedenken zum Innehalten, Abschalten und Lebensenergie tanken animieren. Glück ist ein Zustand innerer Stärke und Ausgeglichenheit, Selbstfindung und -verantwortung. Die Seen- und Berglandschaft ist eine Kraftregion für Körper und Geist. Öffnen Sie Ihre Sinne für das Einfache und Schöne dieser Welt! Hier finden Sie eine Übersicht über die schönsten "Glücksplätze" in der Region Hallstatt.
Auf sakralen Plätzen findet man heutzutage meistens christliche Baudenkmäler wie Kirchen, Klöster, Kapellen oder Bildstöcke. Die Christen nutzten meist Plätze die schon ältere Kulturen für besondere oder für sie heilige Zeremonien genutzt haben. Klöster oder Kirchen zum Beispiel wurden gerne auf Ruinen von römischen Fundamenten errichtet. So hat sich das Wissen um die Kraft mancher Plätze im Laufe der Jahrhunderte kontinuierlich übertragen und wurde für Baudenkmäler genutzt.
Das Wissen um Sagenplätze steckt heutzutage meist nur mehr in alten Menschen, die wiederum von ihren Vorfahren spannende und schaurige Geschichten erzählt bekommen haben. Wenn wir diese Plätze aufsuchen, ist es anfangs nicht leicht Besonderheiten zu erkennen. Erst das Wissen um diese alten Geschichten belebt die Phantasie und lässt die Kraft und Mystik von Sagenplätzen erkennen.
Auf diesen Plätzen finden wir nahezu immer die Möglichkeit eines außergewöhnlichen visuellen Landschaftserlebnisses vor. Ein beeindruckender Bau, ein faszinierender Flusslauf oder eine berührende Aussicht sind auffällig für einen Naturplatz. Auf Naturplätzen empfiehlt sich außerdem das Zusammenspiel der vier Elemente – Luft, Erde, Feuer und Wasser - zu beobachten. Wenn diese vier Elemente im ausgewogenen Verhältnis zueinander empfunden werden, entsteht in uns besonderes Harmoniegefühl mit und für diesen Naturplatz.
1775 ließ der Hallstätter Salzfertiger Johann Sollinger die Kalvarienbergkirche und den Kreuzweg mit seinen fünf Kapellen errichten, obwohl - oder weil - sich Gosau damals gerade zu einer fast geschlossenen evangelischen Gemeinde konstituierte: Der Innsbrucker Universitätsprofessor Josef August Schultes, der zwischen 1784 und 1808 durch das Salzkammergut reiste, spricht sogar von einem Österreichischen Wittenberg". Bis zur friedlichen Ökumene musste allerdings noch einiges Wasser den Gosaubach hinabfließen: Den Protestanten blieb beispielsweise das Glockenläuten und Turmbauen noch bis 1861 versagt und der katholische Pfarrer kassierte noch „Stolagebühren" für Taufen oder Hochzeiten, auch wenn sie sein evangelischer Kollege durchführte. Wandern auf dem Gosauer Höhenweg.
Oberhalb des Hallstätter Salzberges gelegen, an einem alten Passübergang in die Gosau dem Strenhang. Hier wurde bereits zur Keltenzeit aus Quellsohle Salz gewonnen, auch jetzt gibt es dort noch saures Wasser, empfohlene Wanderzeit, Spätsommer erbaut. Im vorigen Jahrhundert wurde dort eine gut erhaltene Steinstiege, die zu einem Stolleneingang führt gefunden. Außerdem Holzbauten, deren Bestimmung nicht geklärt werden konnte. Sicher ist hingegen, dass es sich um Bauten aus der Keltenzeit handelte. Die Bauten wurden leider wieder zugeschüttet und sind derzeit unauffindbar. Aber im Frühsommer blühen auf der sonst mit Schilf bedeckten Moorfläche die schönen weißen Berganemonen, hier am Fuße des Plassens ein herrlicher Anblick.
Dieser Name entstand von einer Sage – und zwar lebten einst auf der Vorderen Grubalm wilde (wild ist hier als „scheu“ bzw. „schüchtern“ zu verstehen) Jungfrauen in einer Felsspalte – das sogenannte „Wildfrauenloch“. Dort hingen sie die Wäsche zum Trocknen in die Sonne. Zur Zeit des Getreideschnittes kamen sie ins Tal und halfen den Bauern bei ihrer Arbeit. Als Glücksplatz könnte aber eigentlich das gesamte Löckernmoos mit dem kleinen Löckernsee in seiner romantischen Lage auf ca. 1.400 Metern Seehöhe, inmitten eines Hochmoores, bezeichnet werden.
Absolute Einsamkeit und Stille kennzeichnen diesen Meditationsplatz. Legen Sie sich hin, öffnen Sie die Augen und beobachten Sie die Wolken am Himmel. Sie hören die Vögel, den leisen Wind und spüren die Kraft des Jahrtausende alten Moores unter Ihnen. Versinken Sie tief in den Moospolster und nehmen Sie die Natur tief in sich auf. Der Kraftplatz Löckersee befindet sich auf dem 10.000 Jahre alten Löckermoos oberhalb von den Schleifsteinbrücken in Gosau, inmitten von Latschen und Heidegebüsch. Wanderung zum Löckermoos.
am 9. Sept. 1880 wurden im Ramsaugebirge am so genannten ‚Schachtelstern' von einem Wilderer zwei Jäger erschossen. Der Jäger Neubacher war sofort tot, Jäger Greunz starb einige Jahre später an den Schussverletzungen. Der Wilderer wurde nie gefasst.
Abseits der großen Verkehrsadern, gibt es noch kleine Glücksoasen. Der Koppenwinkel am Fuße des Dachsteins mit dem Koppenwinkelsee und der Koppenwinkellacke, an der Traun, ist einer dieser Glücksplätze. Tief im Naturschutzgebiet des Obertrauner Koppenwinkels, in einer moosbedeckten Mulde umgeben von Huflattichblättern, umrahmt von den Wänden des Landfrieds, zaubern jeden Frühling sprudelnde Quellen, den Koppenwinkelsee hervor. Ein friedlicher und ruhiger Ort.
Einige Wildenten schwimmen im Wasser. Die Vögel zwitschern und die Berge spiegeln sich im Wasser. Ganz in der Nähe auf der Koppenwinkelalm weidet das Jungvieh. Aus der Almhütte strömt der Duft von "Almraunkerln". Die Bank vor der Hütte ladet ein zu einer gemütlichen Rast. Tauchen sie ein in unser "Traundörfl" mit seiner ursprünglichen Beschaulichkeit eingebettet in eine großartige Bergwelt. Wanderung im Koppenwinkel.
Sagenplatz - hier versanken 3 Franzosen im Moos
Der Soleweg führt neben dem Hallstätter See und dem Fluß Traun zwischen Bergen und Dörfern durch das Innere Salzkammergut. Er folgt der 1607 erstmals durchgehend in Betrieb genommenen Rohrleitung von Hallstatt nach Ebensee. Da die Sole vom Rudolfsturm in Hallstatt weg mit leichtem Gefälle hinunter rinnt, führt der Weg beständig und sanft bergab. Der Soleweg ist insgesamt etwa 42 km lang (fast die Länge des Marathonlaufes) und bietet in vier Etappen zu je ca. 10 km eine Fülle für die Gegend typische Themen: Wanderung auf dem Soleweg.
„Die Schindergrabensäge":In Rehkogl (Bad Goisern): Unterhalb des Hütteneckwirtshauses, stürzt die kleine Zlan zwischen mächtigen Felsblöcken über einen steilen Hang, dem ‚Schindergraben' hinunter, der Vereinigung mit ihrer größeren Schwester, der großen Zlan, zustrebend. Vom linken Ufer der kleinen Zlan ist beim Abfall derselben ein so genanntes ‚Sagwasser' zum Betrieb einer Säge abgeleitet. Diese Säge, zum Hause Rehkogl 13 gehörend, war einst der Schauplatz eines frevelhaften Beginnens. In der Säge war der Eigentümer (nach einer anderen Version war es der Knecht) mit dem Schneiden von Blochen beschäftigt.
Ein paar seiner Gegner, die ihm seines religiösen Bekenntnisses wegen verfolgten, überfielen ihn und nachdem sie ihn überwältigt hatten, banden sie ihn auf einen Bloch und ließen die Säge angehen, damit sie ihn der Länge nach durchschneiden sollte. Doch scheinen die Gegner mit den Hantierungen zu wenig vertraut gewesen zu sein, weil sie den Schieber, der den Saggattern vorwärts treibt, nicht einschalteten. So ging wohl die Säge auf und nieder, der Saggattern aber blieb stehen, wodurch der Arme mit dem bloßen Schrecken davonkam. Seither heißt die Säge die „Schindergrabensäge". Wanderung zum Hütteneck.
Bad Goisern ist bekannt für die unverwüstlichen „Goiserer“-Schuhe, hoch geschätzte Traditionen und Brauchtum und die charakterstarken Bewohner. An den beharrlichen Geheimprotestanten hat sich die Gegenreformation die Zähne ausgebissen. Trotz der Gegenreformation blieben weite Teile der Bevölkerung ihrem Glauben als „Geheimprotestanten" treu. Sie feierten ihre Gottesdienste auf entlegenen Almen oder im Schwarzenbachloch. Viele Familien sahen sich zur Auswanderung gezwungen: Allein zwischen 1734 und 1737 verließen 387 Goiserer ihre Heimat, um in der Gegend um Hermannstadt im rumänischen Siebenbürgen ein neues Leben zu beginnen. Erst das Toleranzpatent, das Kaiser Joseph II. 1781 erließ, beendete die grausame Zeit der Gegenreformation: Auch die Goiserer konnten nun eine evangelische Kirchengemeinde gründen, die schon ein Jahr danach 1117 Personen umfasste. Das Schwarzenbachloch erreichen Sie über eine Wanderung am Toleranzweg