Am Mühlbach

Der Mühlbach ist ein zweieinhalb Kilometer langer, künstlich angelegter Seitenarm der Traun. An den Waschbänken am Bachufer schwemmten die Frauen früher die Wäsche. Die Wasserkraft des Mühlbaches wurde aber vor allem zum Antrieb verschiedener Produktionsstätten genutzt. Von den vielen Goiserer Mühlen ist als einzige die Anzenaumühle (an der Straße nach Lauffen) erhalten geblieben; sie wurde zu einem sehenswerten Freilichtmuseum ausgestaltet. Daneben spendete das Gerinne auch die Energie für eine Schlosserei, eine „Ledererstampf" und für ein Sägewerk. Ein weiteres Wasserrad setzte den „Schwanzhammer" einer Hammerschmiede in Bewegung.

Die Goiserer Schmiede mussten vielseitig sein: Sie erzeugten nicht nur Unmengen an „Scheanken" und „Spitzkerl" (die Eisenbeschläge für die Schuhsohlen der „Goisererì), sondern auch verschiedenstes Werkzeug für die Holzknechte, Wagenbeschläge und Messer. Reich wurden sie dabei wohl nicht: Die Bauern zahlten meist in Naturalien, darum waren vor allem die Aufträge der staatlichen Saline begehrt.

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