Das Schulwesen in alter Zeit

Die Goiserer Chronik berichtet bereits im Jahr 1537 von einem Schulmeister und einem Schulhaus, das sich vielleicht schon an dieser Stelle befunden hat. Das Goiserer Schulwesen geht aber vermutlich bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurück. Aus einer Rechnung des Jahres 1581 ist der erste „Schuel maister mit namen wolf Kuezner" bekannt. Zwischen 1552 und 1598 waren vermutlich protestantisch eingestellte Lehrer tätig. 1774 verordnete Kaiserin Maria Theresia die allgemeine Schulpflicht. Das Salzamt, dem die Errichtung und Erhaltung von „Trivialschulen" übertragen wurde, unterstützte das Studium angehender Lehrer sogar mit einem Gulden Taggeld.

Die Schulaufsicht oblag jedoch der katholischen Kirche - nur zur Zeit Kaiser Josephs II. fungierten auch Salzsudmeister als Schulaufsichtsbeamte. 1853 inspizierte Adalbert Stifter als Landesschulinspektor die Schulen in Goisern und St. Agatha. Als Folge des Toleranzpatents Kaiser Josephs II. entstanden in Goisern auch evangelische Privatschulen. Die öffentliche Schule wurde fast ausschließlich von katholischen Kindern besucht, weshalb sie der Volksmund als „katholische Schule" bezeichnete.

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