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Landler-Treffen
Heuer jährt sich um 275. Mal der Beginn der Vertreibung von evangelischen Bürgern aus dem Salzkammergut nach Siebenbürgen. Die Gemeinde Bad Goisern erinnert an das Schicksal dieser Menschen mit einem großen Fest.
Knapp 400 Menschen und damit etwa 15 Prozent der damaligen Bevölkerung hat Bad Goisern damals verloren. „Deren Nachkommen empfinden nach wie vor Goisern als ihre Heimat. Deshalb wollen wir ihnen mit einem großen Fest im Juli vermitteln, dass sie bei uns immer willkommen sind", so Bürgermeister Peter Ellmer.
Zahlen bekommen ein Gesicht
Zu diesem Zweck initiiert das Studienzentrum Bad Goisern zusammen mit dem evangelischen Bildungswerk OÖ und heimischen Schulen das Regionalprojekt „Sichtbar.machen". Unter der Federführung von Dr. Michael Kurz will man die Gesichter der insgesamt 600 aus dem Salzkammergut vertriebenen Menschen sichtbar machen und so einen emotionaleren Zugang zu ihrem Schicksal eröffnen. Beim großen Goiserer Landlertreffen im Juli sind es dann auch Schulkinder, welche die vertriebenen Mitbürger in Form großer Styropor-Köpfe in einem feierlichen Umzug in Goisern präsentieren. Schon ab Mai wurden die Köpfe in den anderen teilnehmenden Orten Bad Ischl, Gosau, Obertraun und Hallstatt vorgestellt. In Goisern ist geplant, sie in den Geschäften und Gebäuden entlang der Marktstraße auszustellen. Darüber hinaus wird im Sommer im Landlermuseum in Bad Goisern eine Sonderausstellung zu sehen sein, die sich auf einem echten Schiff mit der Reise und der langen anstrengenden Fahrt auseinandersetzt.
Goisern ein Ort des Geschehens
„Ich freue mich riesig, dass wir hier in Goisern im Sommer die Landler mit einem großen Fest willkommen heißen dürfen. Sie werden ein großartiges Bad Goisern erleben, dessen Bürger großes Verständnis für ihr Schicksal aufbringen und für die gegenseitige Toleranz selbstverständlich ist. Die Vorbereitungen für dieses Fest sind in vollem Gange und ein Beweis dafür, dass Goisern auch nach der Landesausstellung im letzten Jahr weiterhin ein Ort des Geschehens bleiben wird", zeigt sich Bürgermeister Peter Ellmer von den Aktivitäten in Bad Goisern angetan.
