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Wasser marsch!
Chorinsky-Klause Bad Goisern
Kulturgeschichtliches Denkmal, im Weißenbachtal / Bad Goisern,
aus dem Jahr 1819. Mit den aufgestauten Wassermassen wurden früher die
geschlägerten Bäume traunwärts geschwemmt. Heute findet von Mitte Juni bis Anfgang September das Schauschlagen der Klause statt. -
Zufahrt zum Klausschlagen ab 14.00 Uhr gestattet, mit dem Fahrrad, Motorrad, PKW oder Kleinbussen. Letzte Rückfahrt: 19.00 Uhr
Für den riesigen Holzbedarf war im
Salzkammergut zu wenig Holz vorhanden, daher musste Holz von auswärts
zugeführt werden. Unter diesem Blickwinkel muss man die Tat des
Waldmeisters Pfifferling sehen, der 1850 mit dem Bau der
Holztriftanlage im Goiserer Weißenbach begonnen hat. Von 1819, dem
Einweihungsjahr, bis um das Jahr 1850 hat diese Anlage mit dem
damaligen Holzreichtum des Weißenbachtals den Bedarf der Saline Bad
Ischl und einen Teil von Hallstatt gedeckt. Aus dieser Zeit dürfte die
Überlieferung stammen, dass im Weißenbachtal über hundert Holzknechte
jahraus jahrein beschäftigt waren.
Die Termine für das Klausschlagen in den Monaten Juni bis September entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungskalender !
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Geschichtliches zur Chorinsky Klause
Die Salzbereitungen in Bad Aussee, Hallstatt, Bad Ischl, Ebensee und Hallein mussten mit dem nötigen Nutz- und Brennholz versorgt werden. Für den riesigen Holzbedarf war im Salzkammergut zu wenig Holz vorhanden, daher musste Holz von auswärts zugeführt werden (aus Abtenau, St. Gilgen, Mondsee und dem steirischen Salzkammergut).
Unter
diesem Blickwinkel muss man die Tat des Waldmeisters Pfifferling sehen,
der 1805 mit dem Bau der Steinklause im Goiserer Weißenbach begonnen
hat. Von 1819, dem Einweihungsjahr, bis um das Jahr 1850 hat diese
Anlage mit dem damaligen Holzreichtum des Weißenbachtales dem Bedarf
der Saline Bad Ischl und einen Teil von Hallstatt gedeckt. Aus dieser
Zeit dürfte die Überlieferung stammen, dass im Weißenbachtal über
hundert Holzknechte jahraus jahrein beschäftigt waren.
Durch die Staumauer mit 6,2m Höhe konnten 16.500 m3 Wasser aufgestaut werden. Sie wurde aus behauenen quaderförmigen Kalksteinen so kunstvoll zusammengefügt, dass sie ohne Beton förmlich in sich ruht und durch eine leichte bergseitige Gewölbeform dem ungeheuren Wasserdruck in gespanntem Zustand genügend Widerstand leisten konnte.
Die normal ablaufenden Wassermengen haben durch zwei seitliche Abflusskanäle und den Hauptkanal freien Durchgang. Eine Woche vor der beabsichtigten Drift wurden die Tore geschlossen und die Klause „gewergt", das heißt, sämtliche zwischen den Steinquadern und den beweglichen Holzteilen vorhandenen Fugen mit Werg verstopft, dass möglichst wenig Wasser für den Triftzweck verloren geht. Das zu triftende Holz in ein Meter langem Zustand war an den geeigneten Stellen bachabwärts in der Klause so gelagert, dass es möglichst rasch „eingewassert" werden konnte. Mit einem großartig einfach wirkenden Mechanismus wurde zum genau vorbestimmten Zeitpunkt das große Schlagtor geschlagen" und damit dem nötigen Wasserschwall freien Lauf gegeben.
Die vorbereiteten Holzganter wurden nach genauem Zeitplan der Entfernung der von der Klause entsprechend eingewassert und schwammen bachabwärts bis nach Weißenbach, knapp oberhalb der Einmündung in die Traun, wo ein Rechen das gesamte Holz einer Trift gesammelt hat. Es wurde ausgeländert, sortiert und durch Fuhrwerke weitergeliefert.
Eine 1899 durch Unwetter erfolgte Versandung des Holzrechens im Weißenbachtals führte zur gänzlichen Einstellung des Triftbetriebes. Durch weitere 70 Jahre widerstand die Anlage als Geschiebesperre allen Naturgewalten. 1968 wurde die Anlage umfangreich saniert.
Technische Beschreibung der Chorinskyklause
Die Chorinskyklause ist eine trocken gemauerte Klause mit Steinfüllung. Die Wasserwand und die Luftwand sind aus quaderförmig behauenen Kalksteinen hergestellt, der Raum dazwischen ist mit losen Klaubsteinen und Geschiebe ausgefüllt. Die Klause ist auf festem Fels fundiert.
In der Mitte des Klauskörpers befindet sich, etwas höher als die seitlichen Schottertore angeordnet, das Klaustor. Es ist als Schlagtor ausgebildet. „Mit einem Schlag" wird eine Verriegelung geöffnet. Mit einer langen Stange, der „Rute" oder dem „Schlagdorn", schlägt man durch eine Öffnung im Klauskörper gegen die „Schnalle", die den „Hengst" über den „Sperrriegel" hebt, sodass das einflügelige in Zapfen drehbare Tor durch den Wasserdruck nach außen aufspringt und das aufgestaute Wasser herausstürzt.
Durchführung des Klauschlagens
Einige
Stunden vor dem Klausschlagen werden die Tore geschlossen. Die Stauhöhe
liegt etwa bei der Oberkante des Klaustores. Die Stauwurzel liegt ca.
200m bachaufwärts. Je nach Wasserführung des Goiserer Weißenbaches
werden maximal 4000m3 Wasser angestaut, die sich beim Schlagen des
Klaustores in etwa 5 Minuten entleeren. Es gelangen somit ca. 13 m3
Wasser pro Sekunde in den talwärts gelegenen Bachlauf.
- Aktion "Ohne Stolpersteine"

