Am Nordrand der österreichischen Alpen, im Weichbild der Festspielstadt Salzburg, direkt im Herzen des viel besungenen Salzkammergutes, liegt der Wolfgangsee. n seinen Ufern erstrecken sich, eingebettet in eine seit Jahrhunderten gewachsene Kulturlandschaft drei malerische Orte mit langer gastlicher Tradition: St. Gilgen, am Westufer, Strobl im Osten, St. Wolfgang im Norden. Die Natur ist die eigentliche Quelle der ganzheitlichen Erholung. Die Symbiose von Wasser, Luft, Bergen, Wiesen und Wäldern wirkt vitalisierend auf Körper und Geist. Das 12 km lange und 114 m tiefe Trinkwasserbecken, der Wolfgangsee, sorgt nicht nur für Temperaturausgleich zwischen Tag und Nacht, sondern ist als einer der wärmsten Badeseen der Alpen bestens geeignet für alle Wassersportarten.
Die Zahnradbahn auf den schönsten Aussichtsberg, den Schafberg, die Schifffahrt mit „Kaiser Franz Josef", der gotische Flügelaltar von Michael Pacher, die Museen, der Pilgerweg über den Falkenstein mit seinen legendären Stationen, der Mozartbrunnen, das Romantikhotel „Im weissen Rössl" sowie die Aufführung der gleichnamigen Operette, der Intern. Lauf auf der Seerundstrecke, der St. Wolfganger Adventmarkt.
Der grün oder rot gestrichene Waggons aus der Anfangszeit der Schafbergbahn sind immer noch in Betrieb: Sie wurden 1893 gebaut und fassten sechzig Personen. Immer wieder einmal wird auch in einer der vier aus dem selben Jahr stammenden Lokomotiven der Reihe 999.100 - Eisenbahnfreaks bekommen jetzt vermutlich leuchtende Augen! - Feuer entfacht. Und dann geht es unter Volldampf bergan. Badegäste am gegenüber liegenden Seeufer, in den Strandbädern von St. Gilgen oder in Strobl, verfolgen die immer kleiner werdende Rauchwolke. 62 Minuten braucht die historische Dampflock-Garnitur von St. Wolfgang auf den Gipfel des Schafbergs. Mit den modernen Dampflocks geht es um dreiundzwanzig Minuten schneller, und nur dank ihrer Hilfe gelingt es, jedes Jahr knapp eine Viertelmillion Fahrgäste auf den höchsten mit der Eisenbahn zu erreichenden Punkt in Österreich zu bringen.
Die Bergstation nur fünfzig Höhenmeter unter dem Gipfel des Schafbergs, einer markanten „Nase" in der Landschaft des Salzkammerguts zwischen Wolfgang- und Mondsee, liegt auf 1732 Metern Seehöhe. Der Bahnhof in St. Wolfgang, wo sich oft lange Menschenschlangen bilden, liegt auf 544 Metern. 1188 aufregende Höhenmeter also mit immer neuen Landschaftsperspektiven. Von 4,4 bis maximal 26 Prozent schwankt die Steigung. Da sind natürlich Zahnräder nötig. Sie greifen in zwei Zahnstangen innerhalb der Schienen mit einem Meter Spurweite. 5,85 Kilometer ist die Bahnstrecke lang. 20 km/h ist die Maximalgeschwindigkeit bergauf.
Wie damals im Bahnbau üblich, hat man auch hier italienische Bauarbeiter beschäftigt. Ein 24 Meter langer Viadukt und viele gewölbte Steinbrücken mussten errichtet werden. Über manche Abschnitte war es nötig, die Trasse in den gewachsenen Felsen einzuschneiden. Zwei Mal führt die Route durch Tunnels von 91 und 26 Metern Länge. Um Material, Werkzeug und Lebensmittel heranzuschaffen, waren über sechstausend Maultierlasten nötig. Nur im strengsten Winter ruhten die Bauarbeiten. Am 1. August 1893 wurde die Bahn auf einen der schönsten Aussichtsberge Österreichs eröffnet. Gleich sieben Salzkammergut-Seen hat man bei klarem Wetter vom Gipfel aus im Blickfeld!
Übrigens:
Die Talstation liegt in Oberösterreich, aber der überwiegende Teil der Bahnstrecke führt über Salzburger Gebiet. Eine der Gipfelattraktionen ist eine Übernachtung im dortigen Hotel. Eine Möglichkeit, einen Sonnenaufgang in den Alpen zu erleben, ohne sich zu nachtschlafender Zeit auf die Socken machen zu müssen.
Auch die Schifffahrt am Wolfgangsee wird von der Salzkammergut Bahngesellschaft betrieben. Es gibt Linienverbindungen zwischen St. Gilgen, Strobl und St. Wolfgang. Der Schaufelraddampfer "Kaiser Franz Josef" legte erstmals 1874 ab. Er ist immer noch in Betrieb, allerdings werden die wuchtigen Schaufelräder nicht mehr mit Kohle, sondern von einem Dieselmotor bewegt. Eine schöne Wanderung, kombiniert mit einer Schiffsfahrt, zurück an den Ausgangspunkt, führt am Nordufer von St. Gilgen nach St. Wolfgang, über den so genannten „Wolfgangweg".
Um den heiligen Wolfgang ranken sich viele fromme Legenden. Der zwei- bis dreistündige Wanderweg durch idyllische Wald- und Wiesengegenden, aber auch hoch über den zum See senkrecht abfallenden Felswänden, folgt einer alten Wallfahrerroute. Da gibt es einen Brunnen, aus dem man „Augenwasser" schöpfen kann. Altem Volksglauben nach hilft es bei Augenleiden. Auf dem steilen Waldweg sollte man einen Stein mitnehmen und bei einer kleinen Kapelle auf einem bereits ansehnlich hohen Haufen deponieren - das bringt Glück.
In der Felsenkirche auf dem Falkenstein ist ein Muss, am Glockenstrick zu ziehen. Gelingt es, mit einem Zug die Glocke zu dreimaligem Anschlagen zu bringen, hat man einen Wunsch offen. Üben gilt nicht! Rechts vom Altar ein enger Spalt im Fels. Wer sich durchzwängt, streift damit seine Sünden ab. Am „waxweichen" Stein sieht man den Abdruck, den der heilige Wolfgang hinterlassen hat. Um dem Einsiedler sanfte Ruhe zu gönnen, soll der Stein unter dem Einsiedler weich wie Wachs geworden sein. Der spätgotische Schnitzaltar von Michael Pacher in der Wallfahrtskirche St. Wolfgang gehört zu den Spitzenwerken der Kunstgeschichte in Österreich.
im Sommer ein wunderbares Wandergebiet, aber nicht nur Wanderer und Erholungssuchende kommen auf ihren Freizeitgenuss inmitten dieser schönen Bergwelt, sondern auch für Sportler wie Paragleiter, Schifahrer und Snowboarder ist das Zwölferhorn (1522 m) ein idealer Berg. Während sich der eine nach Ankunft bei der Bergstation nach Erholung, einer schönen Bergwanderung und Ruhe sehnt, begeben sich die anderen mittels Gleitschirm, Schi oder Snowboard ins Tal, um sofort wieder in die Gondel zu steigen und das Erlebnis Zwölferhorn so oft wie möglich genießen zu können. Mehr zum "Zwölferhorn in St. Gilgen am Wolfgangsee können Sie hier erlesen...
Beides spielt traditionell eine wichtige Rolle in der Region rund um den Wolfgangsee. Zwischen Strobl, St. Gilgen und St. Wolfgang. Mit qualitätsvollen musikalischen Veranstaltungen, wie klassischen Konzerten in den historischen Kirchen, eleganten und beschwingten Abenden mit österreichischen Operetten-Melodien, Freiluft-Konzerten und echten Brauchtumsabenden gibt es für viele Geschmäcker das Richtige. Apropos Geschmack: Begeben Sie sich auf eine Gaumenreise durch die Spezialitäten der Wolfgangsee-Küchen, angefangen bei den urigen Wirtshäusern mit deftiger Hausmannskost- bis hin zu den „Tempeln der Feinschmeckerei", den mit Hauben ausgezeichneten Restaurants. Wenn Sie Glück haben, treffen Sie vielleicht persönlich auf den berühmten Fisch „Karl" aus dem oben erwähnten Trinkwasserbecken. Vielleicht aber hinterlässt gerade der Kaiserschmarrn in der Almhütte - nach einem „Gipfelsieg" -eine bleibende Erinnerung.. Haben wir Ihnen den Mund wässrig gemacht?
Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft